Lehmhausbau

Zur Bautechnik:
In  der ersten Bauphase bis 1950 wurden die Häuser entsprechend des „Dünner-Lehmbrote-Bauverfahrens“ aus feuchten, handgeformten Lehmbroten errichtet, d.h. massiv, ohne tragendes Holz-Fachwerk. Unter der Regie der Heimstätte konnten die Häuser in Eigenarbeit weitgehend durch unerfahrene Kräfte von Kindern und Erwachsenen als „Hand-Werker“ errichtet werden.

Neben anderen ökologischen Baumaterialien nutzen wir weiterhin den weltweit vorhandenen, kostenlosen Rohstoff Lehm. Er entspricht  am ehesten den modernen ökologischen und baubiologischen Ansprüchen und ermöglicht zugleich eine Bauweise, bei der alle mitmachen können:  Alte und Junge, Männer, Frauen, Fachleute und Laien, zugleich  auch Menschen aus unterschiedlichen Kulturbereichen.

Auf einem massiven Fundament, das Feuchtigkeit nach oben abschirmt, errichten Handwerker  zunächst ein  Holzständerwerk als  tragende Konstruktion mit Dachstuhl. Anschließend füllen Workcamp-Gruppen unter Anwendung von  Gleitschalungen die Wände mit einem Lehm-Holzhackschnitzel-Gemisch und dämmen  sie nach außen zusätzlich durch Schilfisolierplatten. Verputzt werden sie innen und außen mit  Lehm, bzw. Lehm-Kalk-Gemisch und behalten damit die Atmungsfähigkeit.