Weißrussland

Ausgelöst durch die Tschernobyl-Katastrophe mit ihren bis heute noch  im verstrahlten Gebiet lebenden Menschen wurde der Heimstätten-Ansatz bisher am intensivsten und nachhaltigsten verfolgt.

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In jährlichen gemeinsamen Dreiwochen-Sommerworkcamps errichten seit  1991  Familien aus der Tschernobyl-Zone im nichtverstrahlten Norden des Landes gemeinsam mit freiwilligen Helfern  aus Deutschland Wohnhäuser nach immer der gleichen Technik.
Bis heute haben über sich  50 Familien in den beiden Siedlungen Drushnaja und Stari-Lepel ein neues Zuhause erbaut. Dabei haben bisher über 1500 freiwillige deutsche Helferinnen und Helfer aus allen Alters- und Berufsgruppen mitgeholfen. Zur Förderung der Infrastruktur entstanden aus dieser Eigeninitiative zusätzlich Gemeinschafseinrichtungen, Werkstätten, Windkraftwerke. So z.B. auch die Produktionsstätte für Isolierplatten aus Schilf, das auf dem winterlichen Eis der naheliegenden Seen geerntet und zu Platten  verarbeitet wird. Dieses Beschäftigungsprojekt – neben den Windkraftwerken – wurde zu einem „Leuchtturm“  für Energiegewinnung und –Einsparung gegen Tschernobyl..(Weitere Einzelheiten dazu: www.heimstatt-tschernobyl.org.
Drushnaja und Stari-Lepel stehen damit nicht nur als Beispiele für alternativen, ökologischen Häuserbau, sondern setzen  Zeichen der Versöhnung und  Völkerverständigung. 2003 erhielt Heim-statt Tschernobyl unter diesem Vorzeichen den Marion-Dönhoff-Förderpreis der Wochenzeitung „Die Zeit“.
(Weitere Einzelheiten dazu: Heimstatt-Tschernobyl.org)